Mittwoch, Dezember 28, 2005

Schnee, so viel Schnee!

Irgendwas war anders heute. Als ich heute morgen in meinen Garten alles Kniehoch voller Schnee war. Wow! Ich bin vor Freude echt ausgeflippt.

'Sie' hat mir heute ein Date besorgt. Die weiße Schäferhündin, die ich mal auf dem Hundeplatz getroffen habe. Unsere zwei Menschen und wir haben uns im Wald getroffen. Das war für mich echt eine schöne Überraschung. Fast zwei Stunden haben wir dort im Wald herumgetobt. Auch wenn Kaja eigentlich die falsche Farbe hat... aber Spaß hatten wir eine Menge! Besonders lustig fand ich, dass man Kaja vor lauter Schnee fast gar nicht gesehen hat. Die hat sich da so gut tarnen können, wie ich als Nachts auf dem Feld. Die Menschen, die uns so begegnet sind, waren jedenfalls entzückt von uns zwei.

Dienstag, Dezember 27, 2005

Wahre Größe

Habe ich eigentlich schon erzählt, dass wenn ich mich anstrenge, ich schon auf die Arbeitsplatte in der Küche schauen kann? Und dass da ab und an tolle Dinge drauf liegen???? Also einmal habe ich einen kleinen Packen Papier drauf gefunden, den ich ganz stolz zu ihr ins Wohnzimmer getragen habe. Sie fand das offenbar gar nicht so begeisterungswürdig. Sie hat mir den 'Block' wie sie es nennt, ziemlich kommentarlos abgenommen und mir nur einen bösen Blick zugeworfen.
Beim zweiten Mal lag ein verlockendes Stück Fleisch oben auf der Arbeitsplatte. Also genauer gesagt, war das so: Sie bereitete gerade mein Abendessen vor. Dazu hatte sie diesmal ein etwas größeres Stück Fleisch gejagt, dass sie in kleinere Stücke zerteilen wollte. Als sie sich gerade kurz umdrehte dachte ich mir, ich nehme ihr die Arbeit ab und zeige ihr, dass ich das große Stück schon ganz gut einfach so essen könnte. Leider drehte sie sich just in diesem Moment wieder um und ... was soll ich sagen.... ein riesen Donnerwetter brach über mich herein. Puh! So einen Rüffel habe ich noch nie bekommen. Ich glaube, vorerst lasse ich das mit dem Begutachten der Arbeitsplatte besser.

Freitag, Dezember 23, 2005

Zurück von großer Reise

Bin ich was rumgekommen die letzten Tage, kann ich Dir sagen. Aber ich fange am besten von vorne an.

'Die' haben mir den Käfig ins Auto gestellt. Da, wo ich normalerweise logiere. Konnte ich so akzeptieren, ist auch nicht mehr oder weniger Bewegungsfreiheit als vorher. Dafür war das restliche Auto viel voller als sonst. Und wir sind ganz schön lange gefahren. Komisch fand ich, dass wir auch eine ganze Weile gemeinsam im Auto verbracht haben, ohne dass wir uns bewegt hätten. Wir sind zwischendurch auch mal ausgestiegen und auf diesem seltsamen Parkplatz rumgelaufen, auf dem lauter Autos hintereinander standen. Weiter als ich hätte je laufen können...

An unserem ersten Zielort angekommen war ich mir aber sicher, wir sind auf einem anderen Stern gelandet. Da waren 3 Kinder - und ein Hund in etwa meiner Größe. Und keiner von denen wollte auch nur annährend mit mir spielen. *schmoll* Dafür haben die Haufen des anderen Hundes verdammt lecker geschmeckt. 'Sie' habe ich damit mal wieder fast zur Verzweiflung gebracht.

Ich bin mir ja nicht ganz sicher - aber ob ihre Angewohnheit, mich 'Grunzeschwein' zu nennen, doch irgendwas mit meinen Essgewohnheiten zu tun hat? Sie behauptet steif und fest, es läge nur an den Geräuschen, die ich von mir gebe, wenn ich ein wenig aufgeregt bin. Aber so richtig traue ich ihr da nicht.... Think

Aber zurück zu unserer ersten Reisestation. Während 'die' das Zeug aus dem Auto geholt haben, habe ich erfolgreich mal gecheckt, ob sie auch alles wichtige in meinem Gepäck so dabei hatten. Spielzeug, Futternapf, Kauknochen... und mein Abendessen!! Naja, da es ja schon dunkel draußen war, und die beiden offensichtlich mit anderem beschäftigt, wollte ich ihnen da etwas Arbeit abnehmen und habe es mir dann eben selbst serviert. Very Happy

Abgesehen von den schon erwähnten Außerirdischen, waren dann auch noch eine Menge Menschen da. Vielleicht so viele, wie meine Geschwister und ich. Das waren eine schön viele Spielgefährten und Hände, die mich streicheln konnten - in die ich reinbeissen konnte... Und wie so oft war ich ganz offensichtlich die Hauptattraktion des Abends. Manchmal frage ich mich ja, was die so ohne mich machen würden...

Mit kurzem Zwischenstopp zuhause ging es dann weiter zur 2. Station unserer Reise. Diesmal fuhren wir noch länger - und standen auch noch länger auf diesem seltsamen Parkplatz. Hier durfte ich dann wieder im Schnee spielen, mir einige Autos anschauen und einfach so mit den beiden im Auto sitzen. Mitten in der Nacht sind wir dann erst an unserem Zielort angekommen, so dass ich die einheimischen Bewohner erst am nächsten Morgen kennen lernen konnte.
Gerochen hatte ich ihn ja schon früher. Aber sooo groß hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. 'Barasch' rufen die Menschen ihn. Und er ist ein echt toller Kerl.

Wir haben gleich Freundschaft geschlossen, auch wenn ich locker unter seinen Beinen durchlaufen könnte, ohne mich zu bücken. Zum Dank habe ich ihm gezeigt, wie man richtig mit seinem Spielzeug spielt, wie man am bequemsten in seinem Bett liegt, seinen Wassernapf gesäubert und ihm liebevoll die Schnauze und den Schwanz mit meinen Zähnen massiert. Eine echte Männerfreundschaft eben! Wir sind fast 3 Tage dort geblieben und hatten jede Menge Spaß. Nebenbei habe ich ihm noch gezeigt, wo man alles Hinterlassenschaften in der Wohnung fallen lassen kann. Wenn ich nichts vergesse, ist die erfolgreiche Schadensbilanz:
  • Eine kaputte Glühbirne (als ich gleich bei der Ankunft testen wollte, was passiert, wenn man an diesem Kabel der Schreibtischleuchte zieht)
  • ein Riss im Bettlaken, das meinem Belastungstest mit meinen zarten Zähnchen einfach nicht stand halten wollte
  • 3 Nassflecken von mir, 2 von ihm - natürlich alle auf diversen Teppichen
  • 3 stinkende aber sonst trockene Hundehaufen auf eben jenen Teppichen. 2 von ihm, einer von mir
  • ein verletzter Finger von Barasch's Mensch, die ihre Hand 'versehentlich' beim Spazieren gehen in meinen Mund steckte, als ich vorbei rennen wollte...Whistle
  • diverse Spuren an Möbeln, Schuhen und der Seitenverkleidung im Kofferraum von Baraschs Auto.
Eine wirklich aufregende und schöne Reise. Das beste am Verreisen ist für mich, dass ich da dann immer ganz nah bei den beiden schlafen darf. Und es ist definitiv immer was los. Very Happy

Mittwoch, Dezember 14, 2005

Tag 17 - Großspieltag

Den Morgen begann ich mit erfolgreichem Terrorisieren von 'ihm'. Offenbar hatte er die 'Frühschicht', was ich mit überschwenglichem Spieltrieb und großzügigem Verteilen von Hundesabber auf seiner Kleidung großzügig honorierte. Nach mehr als einer Stunde war er mit den Nerven völlig fertig und ich eigentlich totmüde. Nur konnte ich mir das ja nicht anmerken lassen. Erst als 'sie' dann endlich kam, um ihn abzulösen, konnte ich mich wohlverdient zum schlafen zurück ziehen.

Ein kurzer Spaziergang, zwei leckere Hundehaufen und ein paar unverfängliche Besuche in dem 'Gitterhäuschen' (diesmal gingen keine Türen zu) - mehr passierte erstmal wieder nicht. Bis es anfing dunkel zu werden. Da fuhr 'sie' mal wieder mit mir weg. Ein neuer Hundeplatz war das Ziel. Und was für einer! Also da waren fast so viele andere Welpen, wie bei Mama damals zuhause. Und das beste: da war ein Hovi dabei, der sah mir zum verwechseln ähnlich. Er ist lediglich zwei Wochen älter als ich und darum ein klein wenig größer, ansonsten.... auch tiefschwarz, die paar weißen Haare auf der Brust.... Ich bin sicher, wenn sie mal nicht aufpassen, können wir unsere Menschen da ganz schön foppen. :D
Mit dem habe ich dann auch die meiste Zeit gespielt. Ganz besonders lustig fand ich das Toben im Bällchenbad. Überhaupt war da ganz schön viel, was ich von zuhause bei Mama her schon kannte. Ganz seltsam fand ich ja, dass die Frau, die das da wohl beaufsichtigt, so begeistert war, dass ich so unerschrocken mit all den Dingen umgegangen bin. Einzig die Kletterburg, die habe ich dann doch lieber den bekloppten Terrieren überlassen...:whistle:

Dienstag, Dezember 13, 2005

Tag 16 - endlich wieder was los

Nachdem der gestrige Tag sehr, sehr ruhig verlief, war heute endlich wieder Action angesagt. - Ich habe 'sie' gestern sagen gehört, dass sie mich nicht daran gewöhnen möchte, dass immer was los ist. Darum hat sie mich wohl absichtlich zuhause gehalten. Heute war dann dieser Zwangsknast beendet.

Es begann mit einem Ausflug in ein Haus, das von oben bis unten mit Futter und Spielsachen vollgestopft war!!! Unglaublich sage ich Dir. Und obwohl ich riechen konnte, dass da öfter mal auch andere Hunde drin sind, habe ich meinem Star-Ruhm wieder alle Ehre gemacht. Alle wollten mich streicheln und haben mich bewundert. Ich sollte mir doch mal Autogrammkarten pföteln. :foot:Eine von meinen Fans hat mir einen Pansen zugeworfen. Wau, das könnte von mir aus echt Schule machen.

Meiner neu entdeckten Leidenschaft konnte ich im folgenden Spaziergang im Feld wieder voll ausleben: das Fressen von fremden Hundehaufen. Nicht nur, dass sie ganz furchtbar lecker schmecken, neine, das beste daran ist, dass es 'sie' stets zur Verzweiflung treibt. Alles andere, was ich nämlich so zwischen meine Zähne bekomme, klaubt sie mir ständig aus dem Fang wieder heraus. Bei den Hundehaufen macht sie das irgendwie nicht. Ich glaube, sie ekelt sich da ein wenig. :D
Der nachfolgende Teil hat dann allerdings wieder ein wenig an meinem Ego gekratzt. Wir waren wohl in der Wohnhöhle der Frau, an deren Händen ich immer so schön rumkauen darf. Das erste, das ich dort entdeckte war ein Kind. Freu!! Dem Geruch nach war es ihres. Aber dann kam der Schock: das Kind wollte partout nicht mit mir spielen! Nicht einmal richtig streicheln wollte sie mich. Gut zureden mussten sie ihr, dass sie mal gaaaanz zaghaft mein Fell angetestet hat! Pah ... ich war völlig verstört. Hatte ich meinen Charme verloren???
Aber kaum, dass wir das Haus wieder verlassen hatten, war wieder alles beim alten. 'Sie' öffnete das Auto und ich betörte derweil einen vorbeifahrenden Radfahrer, der prompt umdrehte und zu mir kam, um mich gebührend zu bewundern und zu streicheln. Meine Welt war wieder in Ordnung. :]
Zuhause angekommen stand ES dann da. Es ist so etwas ähnliches wie eine Hundehütte. Nur, dass sie aus Drahtgittern besteht. Und sie steht im Wohnzimmer - etwa da, wo vormals mein Schlafplatz war. Es ist ziemlich groß, aber im Gegensatz zu einer Hundehütte hat es zwei Türen. Und die kann man zumachen. 8o
Das habe ich allerdings erst festgestellt, als ich mal wieder völlig unbedarft da rein gelaufen bin, um es von innen ein wenig einer Festigkeitsprüfung zu unterziehen. Da hat 'sie' nämlich diese Türen einfach zugemacht!!:moan:
Fand ich gar nicht lustig, was ich auch lautstark und herzerweichend zum Ausdruck gebracht habe. Nach kurzer - nein, eigentlich viiiieeel zu langer Zeit - hat sie mich dann wieder raus gelassen. Also ich war immerhin lange genug darin, um ausgiebig Theater zu machen, und als ich mal verschnauft habe, ein Würstchen zu verdrücken, dass sie mir zur Bestechung rein gereicht hat.

Bei unserem Einkaufsbummel am Nachmittag hatte 'sie' offensichtlich etwas sehr merkwürdige erstanden. Es riecht irgendwie nach einem mir unbekannten Tier. Und es stupfelt wie ein Kaktus oder ein Igel. Dabei hat es einen Holzteil, den man wunderbar ankauen kann. Sie versuchte mir damit irgendwie immer mal wieder, mein Fell zu striegeln. Ich jedoch fand es viel lustiger, dass Ding anzuknurren und wie wild herum zu springen und es anzugreifen, wenn es auf dem Boden lag. Ich musste mich nur vorsehen, das Ding hat sich massiv gewehrt!!! Nur durch taktisch überlegene Sprünge im Rückwärtsgang und unvorhersehbare, tänzelnde Angriffe von allen Seiten, gepaart mit lautstarken Einschüchterungen haben mir schließlich den Erfolg gebracht. 'Sie' haben den Ernst der Lage anscheinend gar nicht erfasst und fanden das nur unglaublich komisch. Ich glaube, sie haben fast geweint vor Lachen. warten

Sonntag, Dezember 11, 2005

Tag 14 - Frühsport

Boah! Sooo viele andere Hunde. Und davon so viele schwarze Hovawarts! Okay, letztere waren allesamt einiges älter als ich. Aber trotzdem.
Die anderen in meinem Alter, die wir auf dem Platz da getroffen haben, waren auch ganz lustig. Aber von vorne: 'Sie' ist mit mir recht bald nach dem Aufstehen zu so einem Platz hingefahren. (Woher sie bloß immer von all den tollen Dingen weiß?) Da habe ich vier andere Hunde in meinem Alter und annährend meiner Größe getroffen. Aber sie waren nicht so clever wie ich. Ich habe mich nämlich von meiner besten Seite gezeigt und präsentiert, wie toll ich auf 'Sitz', 'Platz' und 'Komm her' reagiere. Dafür gab es auch viel Lob von 'ihr'. Und toll gespielt hat sie da mit mir!!!

Das Beste war aber, als wir endlich unter uns Hunden rumtoben durften. Da ging es schwer zur Sache. Und da ich der Klügste war, habe ich auch meist nachgegeben. :whistle:
Ich habe gehört, dass 'sie' gesagt hat, dass wir da wieder hin gehen. Nach den Feiertagen - was auch immer das heißt. Ich freue mich jedenfalls schon darauf!

Samstag, Dezember 10, 2005

Tag 13 - Treffen der 3. Art

Jetzt bin ich schon so groß, dass sie mir heute meine 'Hundebar' etwas höher gestellt haben. Finde ich gar nicht schlecht, jetzt muss ich mich beim Fressen nicht mehr so tief bücken.

'Sie' sind mit mir zu einem völlig merkwürdigen Ort gefahren. Da waren ganz viele Tiere. Die meisten konnte ich nur riechen. Nur diesen Tieren mit den Hörnern, denen stand ich Angesicht zu Angesicht gegenüber. Naja - meist habe ich mich hinter 'ihr' versteckt. Aber das waren zu allem Unglück auch noch so viele! besorgt

Da waren mir die vielen Kinder, die da so rumliefen doch viel lieber! Die und einige ausgewachsene Menschenexemplare schienen mich im übrigen viel interessanter zu finden, als die Tiere, die ich nicht sehen konnte. Vielleicht konnten die das ja auch nicht?

Der Ausflug war verdammt anstrengend. Den restlichen Tag wollte ich keinen Schritt mehr tun. Nichtmal meinen Abendspaziergang habe ich eingefordert. Ob das deren eigentlicher Plan war??

'Sitz' und 'Platz' mache ich inzwischen denen zuliebe recht zuverlässig. Sie freuen sich immer so schön, dass ich ihnen den Gefallen gerne tue. Außerdem bekomme ich meist leckere Dinge dafür. Ist ja nicht so, dass ich nicht bestechlich wäre. grinsen

Freitag, Dezember 09, 2005

Tag 12 - Star-Rummel

Immer mehr Besucher kommen hier zu uns 'nach Hause'. Jetzt bin ich mir ganz sicher, dass 'sie' mich nicht mehr zurück bringen werden. Wenn sie mich schon überall herum zeigen. Dann werde ich mich mit der Situation arrangieren. Und ein bischen lieb gewonnen habe ich 'sie' ja auch schon.

Aber zurück zu den Besuchern. Die kommen nämlich alle nur wegen mir her! Und wie die mich alle bewundern! Heute war zum Beispiel wieder eine Frau hier, die hat so lecker nach Hund gerochen. Übrigends, ich muss eine unglaublich anziehende Wirkung auf menschliche Weibchen haben. Alle die hier sogar in die Wohnung kommen, sind Weibchen.

Auch wenn wir unterwegs sind, ziehe ich viele Blicke auf mich. Manchmal sind die streichelnden Hände auch ein wenig viel. (Ich habe beobachtet, dass 'sie' dann auch ab und an Menschen abwehrt.) Heute waren wir zum Beispiel auf einem Platz, auf dem lauter kleine Holzhütten standen. Besonders haben mir dabei die vielen Tannenzweige gefallen, die an den kleinen Häusern befestigt waren. Zwischen den Häusern waren ganz viele Menschen. So viele habe ich noch nie auf einmal gesehen. Und die scheinen noch nie so etwas schönes wie mich gesehen zu haben. Viele haben völlig vergessen, warum sie da zwischen den Häusern waren, und haben nur noch auf mich geachtet. Aber mal abgesehen von den Menschen - da roch es überall lecker! Und an der ein oder anderen Stelle lag auch was leckeres auf dem Boden. 'Sie' war davon gar nicht so begeistert, glaube ich.

Besonders in Erinnerung ist mir ein Mann geblieben: Der hatte so einen roten Mantel an, mit weißem Fell an dem Mantel und im Gesicht. Ich glaube, wir waren in seinem Territorium. Denn der ist zunächst ganz stolz da auf und ab geschritten. Und einmal, da hat er sich ganz unauffällig in meine Richtung bewegt. Glaubte wohl, ich merke das nicht. Also der schreitet wieder so auf einem Kurs scheinbar an mir vorbei. Aber dann dreht der plötzlich ab, kniet sich runter und streichelt mich doch. umarmen

Verwirrung - Nacht 11

Alles ist anders! Ich weiß gar nicht, warum das passiert ist... plötzlich verschwinden die Menschen hinter dem blöden Gitter, was mich da aus dem einen Zimmer fern hält ... und ich muss da vorne dran bleiben. Ich kann sie riechen, ich kann sie hören, manchmal kann ich sie sogar sehen... aber trotzdem. Sie sind sooooo weit weg. Hm, naja, wenn ich darüber nachdenke, bin ich tagsüber beim Dösen öfter noch weiter weg von ihnen. Da lege ich mich freiwillig zum Beispiel auf die Terrasse. Aber trotzdem! Das hier war nicht freiwillig! Und überhaupt, finde ich das doof!!! Das habe ich ihnen auch versucht deutlich zu machen. schweigen
Sie waren nicht zu erweichen. Und so habe ich also die Nacht über mein Dasein im Flur gefristet. Dafür habe ich sie ziemlich früh in den Morgenstunden rausgejault. ICH war ja auch ausgeschlafen, nachdem ich am Abend ja sehr früh vor Erschöpfung eingeschlafen war.

Donnerstag, Dezember 08, 2005

Tag 11 - der 1. große 'Ausflug'

Ich hatte eine Vision: mich, wie ich in drei Jahren aussehe. Okay, eigentlich war es keine wirkliche Vision. Denn ich konnte mit meinem 'Alter-Ego' richtig schön spielen. Also das kam so:
'Sie' ist mit mir in die Stadt gefahren. Da waren zunächst gaaaanz viele Autos. Und so große Dinger, die auf Schienen fuhren und noch mehr Lärm gemacht haben, als die Autos. Und dann waren da sooooo viele Menschen, die ich alle begrüßen konnte. Naja, soweit 'sie' mich halt gelassen hat. Meist hatte sie irgendwie was dagegen. Verstehe ich gar nicht. Als wir da so auf der Straße unterwegs waren, haben mich ganz viele Leute bewundert, was ich doch für ein hübscher Kerl bin. augenaufschlag
Dann sind wir in ein Haus reingegangen, in dem es nach vielen verschiedenen Tieren roch. Und nach Putzmitteln. Allerdings war außer mir kein anderes Tier da. Wiederum wurde ich von vielen Menschen bewundert. Und dann war da so eine Frau, die hat während sie mit mir gespielt hat, ganz komische Dinge gemacht. Sie hat sie mir zum Beispiel in die Ohren geschaut, und dann hat sie mich an verschiedenen Stellen abgetastet... Dann kam ER. Groß, schwarz, ein weißer Brustfleck... Großartig! Das Zimmer war ein wenig klein, aber wir haben trotzdem ein wenig dort miteinander spielen können, während die Menschen sich unterhalten haben. Wie langweilig!

Danach ging es gleich weiter zu einem Platz, auf dem ziemlich viele Hunde waren. Mit zweien davon durfte ich auch ziemlich lange herum toben. Die waren vielleicht seltsam. Ich glaube, die waren ein paar Monate älter als ich - aber trotzdem ein wenig kleiner. Zunächst war mir ihre Wildheit ein wenig unheimlich. Später dann habe ich sie ganz schön aufgemischt. grinsen
Die eine Frau da wollte 'ihr' erklären, wie sie mir 'Sitz' beibringen kann. Pah! Als ob wir das noch nötig hätten. Den Gefallen tue ich 'ihr' schon seit einer Woche! Und selbst das 'Platz' konnte ich besser als die beiden kleinen Komiker da. Der eine weiße war sich sogar zu fein, sich in die zugeben etwas schlammige Wiese zu legen. Tststs... Verstehe gar nicht. Hat wohl noch nie was von 'verdreckt und richtig glücklich' gehört. Ich war glücklich!!!

Inzwischen finde ich Autofahren im übrigen gar nicht mehr so übel. Da liegt immer was leckeres zu Essen für mich drin, keiner kann kontrollieren, was ich so anfresse und letztlich passiert meist was aufregendes, wenn wir mit dem Auto unterwegs sind. Um es 'ihnen' nicht allzu leicht zu machen, protestiere ich ab und an noch ein wenig. Aber das ist eher so zum Image-Erhalt. Vor lauter Aufregung hatte ich heute nämlich mal vergessen, wie ich Autos doch hasse und habe versehentlich versucht, selbst in den Kofferraum zu hüpfen. Auf halbem Weg ist es mir dann noch eingefallen, dass das gegen meine Strategie verstoßen würde - und sie hat gedacht, es wäre einfach noch zu hoch für mich. Puh, das war knapp. Da hätte ich mich fast verraten. wow!

Zuhause angekommen war ich eigentlich schon wieder fast trocken. Das ging 'denen' offenbar zu schnell, darum haben sie mich gerade wieder in die Wanne gestellt, und mich wieder komplett nass gemacht. Da er mich dabei quasi ständig mit Leckerli gefüttert hat, habe ich es huldvoll über mich ergehen lassen. Eigentlich wollte ich schon da nichts mehr wirklich wissen. Direkt anschließend bin ich totmüde auf dem Teppich eingeschlafen und hätte - o Schreck - fast mein Abendessen verschlafen!!!

Mittwoch, Dezember 07, 2005

Tag 10 - tierischer Besuch

Ein wirklich aufregender Tag. Nach dem 2. Frühstück sind 'die' schon wieder zu diesem brummenden, rumpelnden Ding gegangen, um wegzufahren. Diesmal durfte ich aber woanders in das Ding einsteigen als bisher. Die haben mir hinten am Popo von dem Ding (also ich glaube, dass es der Popo ist, denn da stinkt es am meisten) einen großen Platz zugestanden. Weil das ziemlich hoch oben ist, hat 'sie' mich da rein gehoben. Und da lagen dann auch ganz viele leckere Dinge für mich bereit. Käsestücke! Mehr als ich zählen kann. (Okay, ich kann gar nicht zählen.) Unter mittelmässigem Theater meinerseits - ich habe mich natürlich verpflichtet gefühlt, ihnen, obwohl es mir hier hinten ganz gut gefällt, zumindest eine kleine Vorführung meiner Künste zukommen zu lassen - sind wir dann zu einer mir unbekannten Behausung gefahren. Dort haben 'die' jemanden getroffen, den sie offenbar kannten, und mit dem sie eine Weile reden wollten. Zwischendurch und nebenbei hat aber fast immer jemand mit mir gespielt! Und von den anwesenden Bewohnern wurde ich auch gebührend bewundert und begrüßt. Alles in allem hat es mir ganz gut gefallen. So gut, dass ich auf der Rückfahrt fast meine 'Vorführung' vergessen hätte.
Nach meinem ausgiebigen Mittagsschlaf wurde es nochmal richtig aufregend. Da kam ein richtig großer Hund hier zu uns in die Wohnung. Ich glaube, der war noch größer als Onkel Ecko! Und laut bellen konnte der. Ich war völlig fasziniert. Mit ihm und seinem Frauchen sind wir dann den größten Spaziergang meines Lebens gegangen. Raus in die Felder, eine ganze Runde haben wir gedreht. Und Teddy - so hieß der andere Hund - hat zwischendurch auch mal mit mir gespielt. glücklich Ich fand ihn einfach großartig.

Als Teddy dann wieder weg war, war ich allerdings ganz schön platt!!! Ich hätte da im Stehen einschlafen können. Ich habe mich dann aber für die Mitte des Flures entschieden. grinsen Da hatte ich alles, ohne dass ich mich irgendwie noch groß hätte bewegen müssen, im Blick.

Ich muss Dir noch von was lustigem erzählen: Also 'sie' hat da so ein Zeugs mitgebracht, das sie auf Dinge sprüht, die ich anscheinend nicht annagen soll. Zumindest tut sie es überall dort verteilen, wo sie zuvor zu mir 'Nein' gesagt hat, wenn ich das Objekt einer Geschmacks- und Haltbarkeitsprüfung unterzogen habe. Zunächst fand ich das Zeug nicht so berauschend. Aber so langsam habe ich mich dran gewöhnt und finde es sogar ganz lecker. Besonders, wenn es frisch drauf gesprüht und noch ganz nass ist. 'Sie' kann ich damit ziemlich zur Verzweiflung treiben - denn ich habe mir angewöhnt, es, wenn sie es gerade irgendwo hin gesprüht hat, einfach abzulecken.
zunge

Dienstag, Dezember 06, 2005

Tag 9 - ein stinknormaler Tag

Einen Großteil des Tages habe ich damit zugebracht, auf der schön kühlen Terrasse auf der Decke, die nach Mama und den anderen riecht, zu schlafen. Besonders nett finde ich, dass 'die' mir einen Tannenbaum direkt neben meine Schlafstätte gelegt haben. Da kann ich zwischendurch immer mal wieder dran rumkauen.

Die Menschen habe ich derweil schon ganz gut konditioniert. Wenn ich vor der Terrassentür sitze, mal kurz fiepe und an der Tür kratze, kommt sofort jemand angerannt und öffnet sie mir.

Gegen Mittag kam mal kurz eine fremde Frau zu Besuch. Bei der durfte ich ganz viel auf deren Händen rumkauen. Und die haben soooo lecker geschmeckt. Die Frau mag ich - und ich glaube 'sie' auch.

Ansonsten war der Tag relativ langweilig. Und weil ich so viel Energien tanken konnte, habe ich heute abend nach dem Spaziergang und anschließenden Abendessen nochmal so richtig aufgedreht. Wild durch die Wohnung schießen, alle Möbel anrempeln und einer Prüfung durch meine Zähne unterziehen, mal wieder den Inhalt der Blumentöpfe überprüfen, die Couch geschmacksgetestet und mich dabei so gar nicht von 'ihr' einbremsen lassen.

Montag, Dezember 05, 2005

Tag 8 - Autofahren und andere schreckliche Dinge

Schon wieder dieses schreckliche, brummende, wackelnde und sich bewegende Ding, in dem ich sitzen muss und mit dem 'die da' mich vor genau einer Woche von meiner Familie entführt haben. Ich glaube ja, dass man ihnen schon auf der Spur ist. Denn erst sind wir mit dem Ding von letzter Woche von dem weg gefahren, was die 'nach Hause' nennen. Und dann haben sie in einem großen Gebäude, in dem lauter andere Autos standen das Fluchtfahrzeug gewechselt. Das war ohnehin merkwürdig. Autos, die in einem Haus stehen. Aber da waren dann noch so nette Leute, die sich sehr über mich gefreut haben und mir sogar zwei Leckerli zugesteckt haben.

Dann sollte es aber noch merkwürdiger werden. Denn als nächstes sind wir zu einem Ort gefahren, da waren zunächst auch ganz viele Autos. Diesmal vor, in und auf einem Gebäude. Wir sind dann durch eine Tür durchgegangen, die wohl Angst vor uns hatte. Die ist nämlich abgehauen, als wir in seine Nähe kamen. Und da hinter, da war es ganz schön aufregend. Zunächst einmal so viele Menschen!! Und die hätte ich alle begrüßen können, wenn 'Sie' mich nicht an der Leine festgehalten hätte. Stattdessen ist sie mit mir auf einen Weg gegangen, dessen Untergrund sich bewegt hat.
8o
Als wir auf den zweiten davon gegangen sind, wollte ich es etwas langsamer angehen, und habe erstmal nur die Vorderpfoten drauf gelegt. Und da hat es mir die doch glatt weggezogen und ich bin mit dem Bauch auf dem Ding gelandet. Danach wollte ich auf kein so ein Ding mehr. Da konnte sie sich noch so sehr anstrengen. Und ich kann Dir sagen, das sah ganz schön lustig aus, was sie da veranstaltet hat:
Sie ist auf das Ding vorgegangen und hatte ein Leckerli in der Hand, in der Hoffnung, mich bestechen zu können. Ich bin bis zum Rand mitgegangen und habe mich dann demonstrativ in die Leine gestemmt. Sie musste dann entgegen der Bewegungsrichtung auf dem Ding wieder zu mir laufen. Erst ist sie eine ganze Weile auf der Stelle gelaufen und hat versucht, mich zu überreden. Aber ich bin stur geblieben.
:] Das Spiel haben wir dann drei Mal wiederholt. 'Anlauf' genommen, eine kleine Runde gedreht und sie dachte, ich merke nicht, dass es wieder auf das 'Ding' zugehen soll. Durch meinen lautstarken und körperlichen Einsatz sind einige Leute stehen geblieben, und haben sich unsere kleine Einlage sehr begeistert angeschaut. :lach:

Sie hatte dann schließlich aufgegeben. Als nächstes ist sie mit mir in so einen Kasten gegangen, dessen Türen schon wieder Angst vor uns hatten. Dieser Kasten hat dann auch wieder so gerumpelt. Und jedesmal, wenn die Türen sich mal wieder bewegt hatten, sind Menschen raus oder rein gekommen. Schließlich sind wir auch wieder durch diese Türen aus dem Kasten raus gegangen - und waren gar nicht mehr da, wo wir in den Kasten rein sind. Merkwürdig, sage ich nur!

Eine Weile sind wir dann in der Nähe dieses Kastens einfach nur so rumgestanden. Da kamen gaaaaanz viele Leute vorbei. Viele wollten mich gerne streicheln oder haben mich zu sich gerufen. 'Sie' fand das irgendwie keine gute Idee und hat es mir immer verboten. Stattdessen musste ich bei ihr sitzen bleiben und durfte den Menschen nur zusehen, wie sie vorbei laufen. Das hat eine ganze Weile gedauert - bis 'er' kam und mich von diesem Dasein erlöst hat. Leider zu früh gefreut - wir sind dann schon wieder in dieses Auto eingestiegen.

Meine schlimmsten Befürchtungen haben sich allerdings nicht erfüllt. Wir sind diesmal in kein neues Zuhause gefahren, sondern sind tatsächlich wieder da angekommen, wo wir einige Zeit vorher gestartet sind. Das, was 'die' 'nach Hause' nennen.

Sonntag, Dezember 04, 2005

Tag 7 - Doch nicht so schlecht hier?

Er ist wieder da. Während meines Mittagsschlafes - ich glaube es war der 2. oder 3. - kam er wieder nach Hause. Wurde für ihn also Lösegeld bezahlt? Und weil er so viel größer ist als ich, wurde sicher viel mehr Hundekuchen für ihn verlangt, als für mich. Also, wenn die hier das offenbar bezahlt haben... hm... vielleicht ist es dann ja doch besser, hier zu bleiben... Wenn ich es geschickt anstelle haben sie mich vielleicht auch irgendwann so lieb, dass sie für mich - sollte so etwas schreckliches wie vor 6 Tagen nochmal passieren - auch so viel Hundekuchen oder Leckerli aufbringen würden... nachdenklich Vielleicht sind die ja doch ganz nett...

Als er nach Hause kam, meinte er irgendwas von 'ist der groß geworden'. Tja! Hätte er wohl nicht gedacht, dass ich in den paar Tagen meine horizontale Reichweite derart erhöhe. Und die Garten-Treppe nehme ich inzwischen auch nicht mehr im Hasen-Gang sondern wie ein großer Junge hoch. Der soll nur mal sehen, wie bald ich ihm in seine Kaffee-Tasse auf dem Couchtisch schauen kann.

Bis zum Abend hin war der Tag ansonsten wie immer. Fressen, schlafen, spazieren gehen, schlafen, ein wenig spielen, schlafen, und ein wenig 'Sitz' und 'Platz' machen, damit man Leckerli bekommt. Glatte Erpressung. Aber was will man von 'denen' schon erwarten?

Mein Abendspaziergang war dann ganz seltsam. Zunächst einmal war es mein erster Spaziergang im Regen. Und dann sind wir in ein anderes Gebäude gelaufen. Dort hat es ganz lecker nach Essen gerochen. In dem riesigen Raum mit lauter Tischen war fast kein Mensch. Sie haben sich dann an einen Tisch gesetzt und man hat ihnen Essen gebracht. Ich habe derweil aufgepaßt, dass ihnen niemand außer dem Futter-Träger zu nahe kam - und mich mit dem Tischbein, den Stuhlbeinen, meinem Kauknochen, dem Teppich, meinem Handtuch und der Leine geschäftigt.

Wieder zuhause war ich ganz schön erledigt von der harten Arbeit und bin wieder meiner wichtigsten Tätigkeit nachgegangen. Dem Schlafen.

Mission 2 - Nacht 6

Ein weiterer Meilenstein in der Zermürbungstaktik. Den Tag über habe ich 'sie' mit - naja, sowas ähnlichem wie - 'Brav-sein' in Sicherheit gewiegt. Das war aber alles nur die Vorbereitung für meinen nächsten Coup. Alles Taktik!

Die Mission begann so gegen Mitternacht. Etwa zu dem Zeitpunkt sehe ich, wie sie sich für die Nacht umzieht, was für mich das klare Startzeichen ist. Beim kommenden Gang in den Garten lasse ich um sie zufrieden zu stellen ein Bächlein laufen. Das brauche ich ja auch nicht mehr. Die 'Zwei-Pfützen-Stufe' hatte ich Stunden zuvor ja schon im Wohnzimmer erledigt. Jetzt war es Zeit zur nächsten Stufe überzugehen. Darum halte ich bei dem Gartengang alles weitere ein und lenke mich mit genüsslichem Kauen auf Wurzeln und Gras
ab. Dabei noch vor sie auf den Boden gelegt und nach einer Weile glaubt sie, jetzt könne sie beruhigt ins Bett gehen - da kommt nichts mehr.

Kurz nachdem sie eingeschlafen ist, ist es dann endlich soweit. Mission 2, 1. Act: Ich setze ein ordentlich großes Häufchen neben meinen Wassernapf.
Irgendwie muss ihr der Geruch in die Nase gestiegen sein. Ich lege mich direkt vor sie ans Kopfende, um ein 'Windchen' zu simulieren. Für kurze Zeit klappt das auch. Sie brummelt nur irgendwas von 'Och Beeringer..' und dreht sich um.

Nicht lange und sie wacht diesmal richtig auf. Vermutlich weil sich das 'Windchen' ein wenig zu hartnäckig in der Luft hält. Misstrauisch setzt sie diese Glasstücke vor die Augen .. und erblickt mein
Werk.

Das nächste hatte ich fast erwartet. Sie geht mit mir in den Garten. Welch sinnloses Unterfangen. Denn jetzt beginnt Mission 2, 2. Act: Diesmal tue ich völlig übermüdet, lasse mich überhaupt nicht zum rumlaufen animieren und lege mich einfach ins Gras und tue so, als würde ich schlafen. Es klappt, wir gehen wieder rein. Sie putzt und legt sich dann wieder aufs Sofa. Ich warte. Lege mich ebenfalls hin. Und dann, während sie schläft probiere ich zunächst einmal die winzig kleinen Leckerli, die da um die Grünpflanzen in den Blumenkübeln herum liegen. Die knirschen so schön, wenn man sie zerbeisst. Aber schmecken tun sie eigentlich nach gar nichts. Merkwürdig.

'Sie' wird mit Sicherheit mal wieder nicht verstehen können, wie wichtig das für mich ist. Also, ich erkläre es mal: Die Pflanzen wachsen ja offensichtlich in Erde oder eben in diesen seltsamen Leckerlis. Ich fresse viele Pflanzen. Und wenn die in mir was werden sollen, ist es doch nur logisch, dass ich auch die Erde und die 'Pflanzen-Leckerlis' hinterher schlucke. Danach noch mit Wasser begossen... Ich bin sicher, in meinem Bauch wächst schon ein ganzer Garten heran.
glücklich

Aber zurück zur Mission. Mit den Knurpseln der Leckerli habe ich es getestet - sie schläft. Dann kann ich mich diesmal ja in die andere Ecke des Wohnzimmers begeben und einen weiteren Haufen neben den Esstisch machen. Gleiches Spiel wie vorhin, nur schneller. Der Haufen war flüssiger und roch etwas strenger, was ihn viel zu schnell verraten hat. gähn
Sie schickt mich also wieder in den Garten. Ich gehe runter, drehe einen kleinen Kreis und laufe an ihr vorbei direkt wieder die Treppe hoch. Oben warte ich kurz, ob sie verstanden hat und nachkommt. Da sie gut erzogen ist, macht sie das dann auch. Wir also wieder rein. Das gleiche Spiel wie vorhin. Sie putzt, legt sich wieder schlafen. Für Mission 2, 3. Act brauche ich etwas Vorbereitungszeit. Abgesehen davon bin ich mit dem bisherigen Verlauf schon sehr zufrieden. Also schlafe ich auch ein wenig, um dann in den frühen Morgenstunden, so ganz kurz vor meiner Frühstückszeit erneut zuzuschlagen. Ich warte also ab, bis ich merke, dass sie in der Aufwachphase ist. Gleich wird sie dann also aufstehen, um mit mir in den Garten zu gehen... Das ist der richtige Zeitpunkt: ich setze den dritten Haufen (schön weich, damit es sich lohnt) mitten auf den Teppich. grinsen Um das ganze zu perfektionieren setze ich mich so zwischen den Haufen und sie, dass sie ihn nicht auf anhieb sehen kann. Na gut, dass ich dabei versehentlich ein wenig drauf saß, war ein zusätzlicher Bonus, um den Haufen ein wenig in den Teppich einzuarbeiten.

Ihr entnervter Gesichtsausdruck war meine Mühen wirklich wert!


Jetzt bin ich hungrig und müde und werde mir nach dem Frühstück, endlich meinen wohlverdienten Schlaf gönnen.

Samstag, Dezember 03, 2005

Tag 6 - Grenzen testen

Die Nächte werden immer ruhiger. Heute Nacht hat 'sie' mich nur zweimal raus in den Garten gejagt. Was das angeht ist sie sowieso komisch. Jedesmal, wenn ich im Freien irgendwo hinpisel, freut sie sich einen Ast. Verstehe ich gar nicht.

Bei unserem Morgenspaziergang habe ich Lenny den Labrador wiedergetroffen. Erst war ich mir nicht so ganz sicher, ob das ein gutes Treffen wird. Aber nachdem ich ihm sofort gezeigt habe, dass ich ihn als den älteren respektiere, haben wir ein paar Minuten miteinander gespielt. Das war lustig. Und weil 'sie' sich derweil mit dem 'anderen Leinenende' von Lenny unterhalten hat, hatten wir auch ausgiebig Zeit dazu.


Danach hat sie mich auf den Arm genommen und mich ein Stück getragen. Ich glaube, sie gönnt mir nur meine verfaulten Rosenblüten nicht! ... Dafür sind wir diesmal aber ein ganzes Stück weiter gekommen als sonst. Da hinten stehen gar keine Häuser mehr. Und Autos fahren da auch keine. Dafür gibt es viel aufgewühlte Erde.glücklich Dort durfte ich dann das erste Mal außerhalb des Gartens ohne diese dumme Leine herum laufen. Wow - das war toll! Ich hatte dort ganz viel Spaß. Und das Beste daran war, damit hatte ich sogar zweimal Spaß. Denn als wir wieder zuhause waren...grinsenAlso es ist einfach toll, mit komplett matschigen Füßen in die Wohnung hinein zu tappern. Dabei sollte man tunlichst darauf achten, jegliche Versuche, die Pfoten mit einem Handtuch auch nur notdürftig zu reinigen, zu sabotieren. Die Königsdisziplin besteht dann darin, mit den immer noch dreckigen Füßen in den Wassernapf zu treten, um dann ganz schnell möglichst überall in der Wohnung herum zu rennen. Wenn man es dann noch schafft, dabei so herum zu springen, dass die Dreckspritzer rechts und links an Wänden, Türen etc. bis auf die eigene Körperhöhe hinaufreichen, ist man der König!

Auf einem Spaziergang heute bin ich sehr bewundert worden. Da war ein Mann, der hätte mich am liebsten gleich da behalten. Der hat sogar gefragt, ob es mich nochmal gäbe. Wie kommt der denn da drauf??? Ich bin absolut einmalig!! 'Sie' hat dann irgendwas von meiner Schwester Bela erzählt. Aber als der Mann dann gehört hat, wie groß ich mal werde...!grinsen

'Er' ist irgendwie schon seit einem Tag nicht mehr aufgetaucht. Ob den auch irgendjemand entführt hat - wie mich vor ein paar Tagen?

Also nachdem ich hier offenbar so schnell nicht wieder weg komme... - warum eigentlich nicht? Bekommt meine Familie nicht genug Hundekuchen zusammen, um mich nach Hause zu holen? Also jedenfalls erkäre ich das hier zwischenzeitlich einfach mal zu meinem Revier. Ich habe damit schon mal begonnen, in dem ich den Hund, der im Dunkeln bei uns immer auf der Terrasse sitzt, anzubellen. Bislang scheint den das aber nicht wirklich zu beeindrucken. Erst wenn ich dann raus komme, ist er spurlos verschwunden. Darum sitze ich dann ab und an auf der Terrasse und wache über sie und das 'Garten-Grundstück'.

'Sie' habe ich vorhin auch in Beschlag genommen. Oft lege ich mich ja neben sie (oder ihn) und bette meinen Kopf auf ihre Beine. Das ist ziemlich bequem. Und ich habe die Kontrolle darüber, dass sie nicht wegläuft, während ich schlafe.winken Als sie also vorhin so mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden saß, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und mir ein ganz weiches Ruhelager gesucht. Ich bin auf ihre Beine geklettern und habe mich da hingelegt. Na gut, ein wenig Balancieren musste ich dabei schon. Aber 'sie' konnte sich dann gar nicht mehr bewegen. grinsen

Als ich vorhin ein wenig an der eckigen Dose an der Wand rumgekaut habe, ist sie aufgeschossen wie von einer Tarantel gestochen und hat was ganz Seltsames getan: Sie hat das Ding angebrüllt und geschlagen. Jaja, schon richtig gehört. Sie hat nicht mit mir geschimpft, sondern mit dem Ding. Ich war völlig irritiert und weiß immer noch nicht, was ich davon halten soll.
Ich glaube ja, dass das wieder so ein Trick ist, den sie aus dem blöden schwarzen Flimmerkasten hat, auf dem sie die ganze Zeit rumklackert und in das ich nicht reinbeißen darf. Auch mal wieder klasse. Sie darf sich ständig damit beschäftigen - und sogar an dem Kabel da dran rumzerren. Und ich????

Freitag, Dezember 02, 2005

Impressionen vom Sandmann

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Tag 5 - der Himmel auf Erden

Leute, was für ein Traum! Ich habe heute was unglaubliches auf meinem Morgenspaziergang gesehen. Ein riesiges Ding, es hat unglaublichen Lärm gemacht und einen ziemlich schlechten Atem gehabt. Ansonsten hat es aber wundervoll gerochen. Soooo interessant. Es war großartig! Und das Beste: Es durfte mit all den vielen Mülltonnen spielen, an denen ICH sonst nur unten ein wenig schnüffeln kann.

Mein 'roter' Teppich gefällt mir wirklich gut. Da übe ich mehrfach am Tag den Gang über den Teppich. Schließlich muss man als Star doch gewappnet sein, wenn der große Durchbruch kommt.
grinsen

In der Gegend hier wohnen ganz schön viele Hunde, muss ich sagen. Heute zum Beispiel, da habe ich eine Hunde-Dame kennen gelernt, die sah dem 'Onkel Ecko' ziemlich ähnlich. Nur wesentlich kleiner. Die war total nett. Überhaupt - die meisten anderen Hunde hier gefallen mir richtig gut. Und ich strenge mich auch wirklich an, alle, die ich auch nur auf 400 m Entfernung sehe, ganz freudig zu begrüßen. Meist läuft das so ab: Ich renne völlig aufgeregt auf den anderen Hund zu und sobald der mir interessiert am Hintern schnuffelt, ziehe ich mich vorerst den Schwanz als Popo-Schutz verwendend, zwischen die Beine von 'ihr' zurück. Dort warte ich die nächsten Schritte des anderen Hundes ab und komme dann langsam wieder raus gekrabbelt. Derzeit übe ich, wie und ob man die anderen Hunde ärgern kann, während 'sie' die anderen Hunde streichelt.glücklich

Heute abend ist mir was seltsames passiert. Wie so oft bin ich direkt neben meinem Wassernapf eingeschlafen. Irgendwann wurde ich von 'ihr' geweckt, weil sie mich mit einem Handtuch rubbelte. Ich glaube, sie hat mich im Schlaf auf den Wassernapf gerollt, und der ist dann umgefallen. Weil ICH kann das ja wohl nicht selbst gewesen sein! Auf jeden Fall lag ich dann in einer riesigen Wasserpfütze, die ausnahmsweise nicht von mir stammte. Jetzt rieche ich nach nassem Hund. Das hat sie jetzt davon!
zunge

Donnerstag, Dezember 01, 2005

Tag 4 - Ich bin ein Star, holt mich hier raus!

Sie haben endlich meinen wahren Stellenwert hier erkannt. Sie haben mir auf die Treppe zum Garten hin einen Teppich ausgerollt. Okay, er ist nicht rot. Aber er macht das Laufen auf den Gittern wesentlich angenehmer. Und weil sie sich da so viel Mühe gemacht haben, bequeme ich mich jetzt auch auf dem Teppich selbst die Treppe hinunter zu laufen und verzichte aufs wenig würdevolle Getragen-werden.

Ab und an mache ich jetzt schon kurze Ausflüge so ganz alleine in den Garten. Ich glaube zwar, sie beobachten mich heimlich von der Terasse aus... aber vielleicht werden sie ja irgendwann unaufmerksam, und dann, dann......

Besonders im Garten setze ich meine kulinarische Entdeckungsreise fort. Alles was sich nicht innerhalb meines Fressnapfes befindet, ist schrecklich spannend und muss sofort getestet werden. Ich denke, ich kann mit Recht behaupten, mich schon mindestens einmal durch die vorhandene Flora probiert zu haben.
Aber auch auf den Spaziergängen geht das prima. Eigentlich ist das eine
einzige 'Aufsammel-Aktion'. Ich habe mir das von dem lauten Ding abgeschaut, mit dem die hier ab und an in der Wohnung hantieren und in dem in unglaublicher Geschwindigkeit alles verschwindet, was auf dem Boden rumliegt. Für das Tempo muss ich noch eine Weile üben.
Ich tue einfach so, als würde ich schnüffeln wollen. Und dann - haps - habe ich wieder was. Besonders clever ist es, nur so kleine Dinge aufzusammeln, die sie in meinem Maul nicht finden kann. Denn die ist echt unverschämt und versucht mir das aus dem Maul heraus zu klauen. Aber besonders interessant sind und bleiben einfach Pflanzen aller Art. Die Stiefmütterchen im Nachbarsgarten zum Beispiel. Oder der Lavendel, oder die letzten schon leicht angefaulten wilden Rosenblüten. Hach, die Liste ließe sich schier endlos fortsetzen.
:]

Heute hatte ich mal üble Bauchschmerzen. Das kam sicher von 'ihrer' schlechten Küche! Ich muss irgendwas gefressen haben, dass noch nicht ganz tot war. Denn es hat sich schließlich seinen Weg in die Freiheit wieder erkämpft. krank Naja, ich dachte mir, wenn schon wieder raus, dann bringe ich es doch am besten in die Küche. Vielleicht kann sie damit ja noch was anfangen. Sie könnte es als Kochrezept für mein zukünftiges Essen verwenden. Denn irgendwie hat das, was da aus meiner Schnauze so raus kam, besser geschmeckt als manches, was in meinem Futternapf landet.

Wer im übrigen glaubt, dass man mit meinen Milchzähnen keine Jeans kaputt bekommt, der irrt! :D
Also 'sie' ist ja ziemlich blöd. Sie präsentiert mir momentan Tag für Tag die gleiche Hose. Da sind ja jetzt schon so viele Löcher drin. Das macht ja gar keinen Spaß mehr. Da habe ich mich heute doch eher auf seine Hose verlegt.