Als er nach Hause kam, meinte er irgendwas von 'ist der groß geworden'. Tja! Hätte er wohl nicht gedacht, dass ich in den paar Tagen meine horizontale Reichweite derart erhöhe. Und die Garten-Treppe nehme ich inzwischen auch nicht mehr im Hasen-Gang sondern wie ein großer Junge hoch. Der soll nur mal sehen, wie bald ich ihm in seine Kaffee-Tasse auf dem Couchtisch schauen kann.
Bis zum Abend hin war der Tag ansonsten wie immer. Fressen, schlafen, spazieren gehen, schlafen, ein wenig spielen, schlafen, und ein wenig 'Sitz' und 'Platz' machen, damit man Leckerli bekommt. Glatte Erpressung. Aber was will man von 'denen' schon erwarten?
Mein Abendspaziergang war dann ganz seltsam. Zunächst einmal war es mein erster Spaziergang im Regen. Und dann sind wir in ein anderes Gebäude gelaufen. Dort hat es ganz lecker nach Essen gerochen. In dem riesigen Raum mit lauter Tischen war fast kein Mensch. Sie haben sich dann an einen Tisch gesetzt und man hat ihnen Essen gebracht. Ich habe derweil aufgepaßt, dass ihnen niemand außer dem Futter-Träger zu nahe kam - und mich mit dem Tischbein, den Stuhlbeinen, meinem Kauknochen, dem Teppich, meinem Handtuch und der Leine geschäftigt.
Wieder zuhause war ich ganz schön erledigt von der harten Arbeit und bin wieder meiner wichtigsten Tätigkeit nachgegangen. Dem Schlafen.

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