'Die' haben mir den Käfig ins Auto gestellt. Da, wo ich normalerweise logiere. Konnte ich so akzeptieren, ist auch nicht mehr oder weniger Bewegungsfreiheit als vorher. Dafür war das restliche Auto viel voller als sonst. Und wir sind ganz schön lange gefahren. Komisch fand ich, dass wir auch eine ganze Weile gemeinsam im Auto verbracht haben, ohne dass wir uns bewegt hätten. Wir sind zwischendurch auch mal ausgestiegen und auf diesem seltsamen Parkplatz rumgelaufen, auf dem lauter Autos hintereinander standen. Weiter als ich hätte je laufen können...
An unserem ersten Zielort angekommen war ich mir aber sicher, wir sind auf einem anderen Stern gelandet. Da waren 3 Kinder - und ein Hund in etwa meiner Größe. Und keiner von denen wollte auch nur annährend mit mir spielen. *schmoll* Dafür haben die Haufen des anderen Hundes verdammt lecker geschmeckt. 'Sie' habe ich damit mal wieder fast zur Verzweiflung gebracht.
Ich bin mir ja nicht ganz sicher - aber ob ihre Angewohnheit, mich 'Grunzeschwein' zu nennen, doch irgendwas mit meinen Essgewohnheiten zu tun hat? Sie behauptet steif und fest, es läge nur an den Geräuschen, die ich von mir gebe, wenn ich ein wenig aufgeregt bin. Aber so richtig traue ich ihr da nicht....

Aber zurück zu unserer ersten Reisestation. Während 'die' das Zeug aus dem Auto geholt haben, habe ich erfolgreich mal gecheckt, ob sie auch alles wichtige in meinem Gepäck so dabei hatten. Spielzeug, Futternapf, Kauknochen... und mein Abendessen!! Naja, da es ja schon dunkel draußen war, und die beiden offensichtlich mit anderem beschäftigt, wollte ich ihnen da etwas Arbeit abnehmen und habe es mir dann eben selbst serviert.

Abgesehen von den schon erwähnten Außerirdischen, waren dann auch noch eine Menge Menschen da. Vielleicht so viele, wie meine Geschwister und ich. Das waren eine schön viele Spielgefährten und Hände, die mich streicheln konnten - in die ich reinbeissen konnte... Und wie so oft war ich ganz offensichtlich die Hauptattraktion des Abends. Manchmal frage ich mich ja, was die so ohne mich machen würden...
Mit kurzem Zwischenstopp zuhause ging es dann weiter zur 2. Station unserer Reise. Diesmal fuhren wir noch länger - und standen auch noch länger auf diesem seltsamen Parkplatz. Hier durfte ich dann wieder im Schnee spielen, mir einige Autos anschauen und einfach so mit den beiden im Auto sitzen. Mitten in der Nacht sind wir dann erst an unserem Zielort angekommen, so dass ich die einheimischen Bewohner erst am nächsten Morgen kennen lernen konnte.
Gerochen hatte ich ihn ja schon früher. Aber sooo groß hatte ich ihn mir nicht vorgestellt. 'Barasch' rufen die Menschen ihn. Und er ist ein echt toller Kerl.

Wir haben gleich Freundschaft geschlossen, auch wenn ich locker unter seinen Beinen durchlaufen könnte, ohne mich zu bücken. Zum Dank habe ich ihm gezeigt, wie man richtig mit seinem Spielzeug spielt, wie man am bequemsten in seinem Bett liegt, seinen Wassernapf gesäubert und ihm liebevoll die Schnauze und den Schwanz mit meinen Zähnen massiert. Eine echte Männerfreundschaft eben! Wir sind fast 3 Tage dort geblieben und hatten jede Menge Spaß. Nebenbei habe ich ihm noch gezeigt, wo man alles Hinterlassenschaften in der Wohnung fallen lassen kann. Wenn ich nichts vergesse, ist die erfolgreiche Schadensbilanz:
- Eine kaputte Glühbirne (als ich gleich bei der Ankunft testen wollte, was passiert, wenn man an diesem Kabel der Schreibtischleuchte zieht)
- ein Riss im Bettlaken, das meinem Belastungstest mit meinen zarten Zähnchen einfach nicht stand halten wollte
- 3 Nassflecken von mir, 2 von ihm - natürlich alle auf diversen Teppichen
- 3 stinkende aber sonst trockene Hundehaufen auf eben jenen Teppichen. 2 von ihm, einer von mir
- ein verletzter Finger von Barasch's Mensch, die ihre Hand 'versehentlich' beim Spazieren gehen in meinen Mund steckte, als ich vorbei rennen wollte...

- diverse Spuren an Möbeln, Schuhen und der Seitenverkleidung im Kofferraum von Baraschs Auto.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen