Heute habe ich beim kurzen Spaziergang das erste Mal einen anderen Hund hier getroffen. Er wohnt gegenüber und heißt Lenny. Er ist ein Labrador und ziemlich stürmisch. Am Anfang hat mich sein Überschwang ein wenig erschreckt. Später fand ich es aber ganz lustig. Vorallem als mir klar wurde, dass er zwar jetzt der Stärkere ist, aber ich irgendwann viel größer sein werde als er. :>
Also das Essen hier, ich sage Dir, die ist nicht gerade sehr abwechslungsreich. Ich habe auf eigene Faust mal eine Erweiterung des Speiseplanes vorgenommen. Die Erde aus dem Kaktus-Topf ist ziemlich schmackhaft. Auch wenn ich meist danach etwas zum Nachspülen brauche. Ihn selbst habe ich zweimal versucht anzuknabbern. Aber der wehrt sich (die Sau!). Auch sonst findet man an allen Ecken und Enden verschiedene Leckereien. Besonders beim Spazierengehen.
A propos Spazierengehen. Ab und an bringen sie mich hier hinter dem Haus auf so ein kleines Stückchen Wiese. Kaum der Rede wert, aber sie nennen es Garten. Da ist mir vorhin was ganz Blödes passiert. Ich wälze mich so genüsslich im Gras herum, fresse hier und da auch etwas davon, und plötzlich - ein Schmerz! Ein schrecklicher Schmerz durchzuckt meine Seite, als ich mich auf so ein stacheliges Ding im Gras geworfen habe. Sowas sollte auf meiner Spielwiese verboten sein.
Der andere Hund traut sich immer noch in die Küche. Kaum zu glauben. Heute habe ich ihn angebellt. Dann habe ich versucht die Taktik zu ändern. Mir war sowieso gerade langweilig, also habe ich versucht, ob ich ihn zum Spielen animieren kann. Er hat mir zwar alles nachgemacht, aber hinter seiner Glasscheibe wollte er trotzdem irgendwie nicht raus kommen. Dabei habe ich dann sogar versucht die Glasscheibe kaputt zu nagen.
So langsam fasse ich die beiden Entführer hier richtig ins Herz. Ich kann mich ja eigentlich auch nicht wirklich beschweren. Sie spielen und schmusen mit mir. Auch sonst kümmern sie sich ganz gut um mich. Ab und an bedanke ich mich da mit liebevollem Anknabbern. Ich glaube, oft wissen sie es aber gar nicht wirklich zu schätzen. Menschen!
Was mir gut an ihnen gefällt, ist ihre Angewohnheit viel mit mir auf dem Boden zu sitzen. Den ich im übrigen schon erfolgreich total verdreckt habe. :> Also wenn die da so auf ihrem Teppich sitzen, lege ich mich oft mal so dazu. Bis es mir zu warm wird, dann verlege ich mich lieber wieder auf die etwas kühleren Fliesen.
Die sind im übrigen super dazu geeignet die Menschen zu ärgern. Das geht so: Kurz nach dem Spazierengehen oder wenn ich gerade im sogenannten Garten war und die glauben, dass eigentlich gar nichts mehr in mir drin sein kann, lasse ich völlig unschuldig in eine andere Richtung blickend ein wenig was auf die Fliesen plätschern. Ich bin sowieso der Meinung, die könnten hier ruhig öfter mal den Boden wischen. So überzeuge ich sie erfolgreich davon.
Zu guter Letzt - proudly present: Meine Schadensbilanz von heute. Ihr rechter Pullover-Ärmel, ihr linker Pullover-Ärmel, ihre Hose an diversen Stellen, zahlreiche Grünpflanzen im Garten und einige Zeitschriften. Die Macken am Couchtisch erweitert und dem immer noch in der Ecke stehenden Karton habe ich es so ziemlich gegeben.
Mittwoch, November 30, 2005
Die zweite Nacht - der 1. Sieg
Ich habe gewonnen! Heute Nacht haben sie erst gar nicht versucht, mich in die Kiste zu setzen. Ich habe ihnen wohl unmissverständlich klar gemacht, dass mir dieses DING missfällt.
Diese Nacht also mit freier Platzwahl im Wohnzimmer. Was ich auch reichlich ausgenutzt habe. 'Sie' war irgendwie nicht anwesend. Aber 'er'. Und er hat wieder kein Auge zugetan. :>
Für diese Zermürbungstaktik habe ich eine clevere Strategie entwickelt. Ich schlafe nie lange am Stück. Wenn der andere es am wenigsten erwartet, stehe ich auf und mache mich an lustige Aktivitäten. Wie z.B. die Flaschen im Weinregal genaustens einer Prüfung mit meinen Zähnen zu unterziehen. Auch der Couchtisch ist immer noch nicht voll erkundet meine ich. Und dieses eine Holzbein von ihm bekomme ich sicher irgendwann auch noch kaputt genagt. Ob das Ding dann endlich umfällt? Und dann natürlich nicht zu vergessen: ein kurzes Fiepen zur Andeutung, dass ich mal müsste....
Ja, doch, man könnte sagen, dass ICH eine gute Nacht hatte.
Diese Nacht also mit freier Platzwahl im Wohnzimmer. Was ich auch reichlich ausgenutzt habe. 'Sie' war irgendwie nicht anwesend. Aber 'er'. Und er hat wieder kein Auge zugetan. :>
Für diese Zermürbungstaktik habe ich eine clevere Strategie entwickelt. Ich schlafe nie lange am Stück. Wenn der andere es am wenigsten erwartet, stehe ich auf und mache mich an lustige Aktivitäten. Wie z.B. die Flaschen im Weinregal genaustens einer Prüfung mit meinen Zähnen zu unterziehen. Auch der Couchtisch ist immer noch nicht voll erkundet meine ich. Und dieses eine Holzbein von ihm bekomme ich sicher irgendwann auch noch kaputt genagt. Ob das Ding dann endlich umfällt? Und dann natürlich nicht zu vergessen: ein kurzes Fiepen zur Andeutung, dass ich mal müsste....
Ja, doch, man könnte sagen, dass ICH eine gute Nacht hatte.
Dienstag, November 29, 2005
Tag 2 - erste Erfolge
Puh, den Tag habe ich großteils verschlafen. Ist ja auch kein Wunder, habe schließlich die Nacht über praktisch kein Auge zu getan.
Ansonsten habe ich es dem Hund in der Küche so richtig gezeigt. Zweimal habe ich mit einer ordentlichen Pfütze das Gebiet klar für mich markiert. So, jetzt wird er sich hoffentlich nicht mehr da hin trauen.
Im übrigen habe ich den Hungerstreik wegen Erfolglosigkeit abgebrochen. Schien 'die da' nicht wirklich interessiert zu haben. Dann kann ich mich auch über das Essen her machen. Hey, wusstest Du schon, dass man auch mit dem Kopf im leeren Futternapf dösen kann?
Am Nachmittag kam er mit zwei neuen quitschenden Bällen nach Hause. Das ist lustig. Nur verstehe ich noch nicht so ganz, warum sie sich erst hektisch bewegen, und sich dann völlig regungslos wie tot stellen. Aber das bekomme ich schon noch raus.
Ansonsten habe ich es dem Hund in der Küche so richtig gezeigt. Zweimal habe ich mit einer ordentlichen Pfütze das Gebiet klar für mich markiert. So, jetzt wird er sich hoffentlich nicht mehr da hin trauen.
Im übrigen habe ich den Hungerstreik wegen Erfolglosigkeit abgebrochen. Schien 'die da' nicht wirklich interessiert zu haben. Dann kann ich mich auch über das Essen her machen. Hey, wusstest Du schon, dass man auch mit dem Kopf im leeren Futternapf dösen kann?
Am Nachmittag kam er mit zwei neuen quitschenden Bällen nach Hause. Das ist lustig. Nur verstehe ich noch nicht so ganz, warum sie sich erst hektisch bewegen, und sich dann völlig regungslos wie tot stellen. Aber das bekomme ich schon noch raus.
Mission 1 erfolgreich abgeschlossen
Ja, ich bin der Grösste! Habe meinen Plan erfolgreich in die Tat umgesetzt. Ich habe sie die ganze Nacht auf Trab gehalten. Aber von vorne:
Irgendwann zu späterer Stunde haben die mich in eine Kiste verfrachtet. Pah! In eine KISTE! Okay, es lag zwar meine Hundedecke drin, und ein großes Stofftier .. aber trotzdem - es bleibt eine Kiste! Da wollte ich keinesfalls drin bleiben. Und da ich ja ein sportlicher Typ bin, habe ich das auch gleich demonstriert. Ich nahm Anlauf um heraus zu springen. Irgendwie hatten die da was gegen. So ging das dann eine Weile. Um genau zu sein, habe ich das Spiel die ganze Nacht gemacht. Ich versuche raus zu springen - er oder sie setzen mich wieder rein. Einzig eine Frage des Willens! Und ich war mir so sicher, dass ich sie zermürbt bekomme.
Naja - bei ihm war ich schon recht erfolgreich. Er hatte keine ruhige Minute. Irgendwann war er total fertig. Dann haben sie unlautere Mittel eingesetzt. Sie haben sich abgewechselt! Das war nicht fair. Und hat mir ein wenig die Motivation genommen.
Gibt es eigentlich eine Konvention für Hunderechte? Dann will ich die sofort sprechen!!! Denn die da war dann echt grausam zu mir. Sie hat mir Schlaflieder vorgesungen! Okay, ich habe mich dann ab und an einfach schlafend gestellt, damit sie wenigstens aufhört!!!!!
Heute früh waren sie dann schon ziemlich zermürbt. Ihr solltet mal die Augenringe sehen, die ich allein in dieser einen Nacht hervorgebracht habe. Ich bin ein wahrer Künstler! :>
So, jetzt werde ich erstmal ordentlich schlafen. Ich muss doch für die nächste Nacht gut ausgeruht sein.

Irgendwann zu späterer Stunde haben die mich in eine Kiste verfrachtet. Pah! In eine KISTE! Okay, es lag zwar meine Hundedecke drin, und ein großes Stofftier .. aber trotzdem - es bleibt eine Kiste! Da wollte ich keinesfalls drin bleiben. Und da ich ja ein sportlicher Typ bin, habe ich das auch gleich demonstriert. Ich nahm Anlauf um heraus zu springen. Irgendwie hatten die da was gegen. So ging das dann eine Weile. Um genau zu sein, habe ich das Spiel die ganze Nacht gemacht. Ich versuche raus zu springen - er oder sie setzen mich wieder rein. Einzig eine Frage des Willens! Und ich war mir so sicher, dass ich sie zermürbt bekomme.
Naja - bei ihm war ich schon recht erfolgreich. Er hatte keine ruhige Minute. Irgendwann war er total fertig. Dann haben sie unlautere Mittel eingesetzt. Sie haben sich abgewechselt! Das war nicht fair. Und hat mir ein wenig die Motivation genommen.
Gibt es eigentlich eine Konvention für Hunderechte? Dann will ich die sofort sprechen!!! Denn die da war dann echt grausam zu mir. Sie hat mir Schlaflieder vorgesungen! Okay, ich habe mich dann ab und an einfach schlafend gestellt, damit sie wenigstens aufhört!!!!!
Heute früh waren sie dann schon ziemlich zermürbt. Ihr solltet mal die Augenringe sehen, die ich allein in dieser einen Nacht hervorgebracht habe. Ich bin ein wahrer Künstler! :>
So, jetzt werde ich erstmal ordentlich schlafen. Ich muss doch für die nächste Nacht gut ausgeruht sein.

Tag 1 - Die Ankunft
Der Morgen begann schnuffig wie immer. Fressen, ein wenig mit meinen Geschwistern rumtoben und Mama ärgern. Und dann passierte es: Die zwei Menschen von gestern waren wieder da. Und dann haben die mich einfach hochgehoben, mir ein störendes, kratzendes und überhaupt nervendes Ding um den Hals angelegt und mich einfach entführt!
Autofahren - das kannte ich ja schon. Mit Mama und meinen Geschwistern habe ich das schon ein paar mal gemacht. Aber diesmal war irgendwie alles anders. Also zunächst einmal war ich da alleine. Wenn ich von den Füßen dieses Menschen mal absehe, zu denen ich sitzen musste. Und dann durfte ich partout nicht auch hoch auf den Sitz sitzen. Pah!
In der ersten Stunde habe ich dann erstmal gezeigt, was wahre Kondition ist. Mal abgesehen davon, dass ich ab und an 1 oder 2 Minuten brauchte, um etwas Kraft zu sammeln, habe ich um den Sitz gekämpft und gefiept, was das Zeug hält. Die Menschen waren aber doof. Irgendwie wollten sie sich dadurch nicht von ihrer Entführung abbringen lassen.
Das letzte Stück zu deren Wohnung sollte ich dann auch noch laufen! Was für eine ZUMUTUNG! Da habe ich mich erfolgreich geweigert. So mitten auf der Straße sitzen bleiben ist ein echt tolles Druckmittel, wenn man lieber getragen werden will. :>
Dann erzähle ich Euch mal von der Wohnung. Hey, also ich weiß ja nicht... riechen und hören kann ich ihn nicht. Aber ich sage Euch: Da gibt es noch einen anderen Hund!!! Ich kann ihn genau sehen. In dem einen Raum, den die da 'Küche' nennen, da lauert er. Heimtückisch hinter einer Glasscheibe. Ich kann ihn genau sehen!!!! Und der kommt immer auf mich zugesprungen, wenn ich da an die Scheibe ran gehe. Hah! Aber dem habe ich es gegeben. Den habe ich sowas von angeknurrt, der kommt garantiert nicht wieder. *grrrr*
Den meisten Teil des Abends habe ich ordentlich in der Gegend rumgelegen und so getan als wäre ich wach. Pah, es ist echt eine Kunst, mit offenen Augen zu schlafen. Das haben die da mit Sicherheit gar nicht kapiert.
Ab und an habe ich von Mama und den anderen geträumt. *wuff* Hoffentlich bringt denen bald jemand einen Haufen Hundeknochen als Lösegeld, damit ich wieder nach Hause kann.... Bis dahin werde ich es mit Zermürbungstaktik versuchen. Ich werde einfach das Essen verweigern und Ihnen die Nächte zur Hölle machen. ICH habe ja jetzt genug geschlafen und bin gut vorbereitet!!! :>
Autofahren - das kannte ich ja schon. Mit Mama und meinen Geschwistern habe ich das schon ein paar mal gemacht. Aber diesmal war irgendwie alles anders. Also zunächst einmal war ich da alleine. Wenn ich von den Füßen dieses Menschen mal absehe, zu denen ich sitzen musste. Und dann durfte ich partout nicht auch hoch auf den Sitz sitzen. Pah!
In der ersten Stunde habe ich dann erstmal gezeigt, was wahre Kondition ist. Mal abgesehen davon, dass ich ab und an 1 oder 2 Minuten brauchte, um etwas Kraft zu sammeln, habe ich um den Sitz gekämpft und gefiept, was das Zeug hält. Die Menschen waren aber doof. Irgendwie wollten sie sich dadurch nicht von ihrer Entführung abbringen lassen.
Das letzte Stück zu deren Wohnung sollte ich dann auch noch laufen! Was für eine ZUMUTUNG! Da habe ich mich erfolgreich geweigert. So mitten auf der Straße sitzen bleiben ist ein echt tolles Druckmittel, wenn man lieber getragen werden will. :>
Dann erzähle ich Euch mal von der Wohnung. Hey, also ich weiß ja nicht... riechen und hören kann ich ihn nicht. Aber ich sage Euch: Da gibt es noch einen anderen Hund!!! Ich kann ihn genau sehen. In dem einen Raum, den die da 'Küche' nennen, da lauert er. Heimtückisch hinter einer Glasscheibe. Ich kann ihn genau sehen!!!! Und der kommt immer auf mich zugesprungen, wenn ich da an die Scheibe ran gehe. Hah! Aber dem habe ich es gegeben. Den habe ich sowas von angeknurrt, der kommt garantiert nicht wieder. *grrrr*
Den meisten Teil des Abends habe ich ordentlich in der Gegend rumgelegen und so getan als wäre ich wach. Pah, es ist echt eine Kunst, mit offenen Augen zu schlafen. Das haben die da mit Sicherheit gar nicht kapiert.
Ab und an habe ich von Mama und den anderen geträumt. *wuff* Hoffentlich bringt denen bald jemand einen Haufen Hundeknochen als Lösegeld, damit ich wieder nach Hause kann.... Bis dahin werde ich es mit Zermürbungstaktik versuchen. Ich werde einfach das Essen verweigern und Ihnen die Nächte zur Hölle machen. ICH habe ja jetzt genug geschlafen und bin gut vorbereitet!!! :>
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