Dienstag, Januar 10, 2006

Ein aufregender Tag

Dass ich inzwischen ab und an kurz alleine im Auto verbringen muss, habe ich ja schon völlig akzeptiert. Völlig überrascht hat mich aber, folgendes: Sie war irgendwie schon etwas länger gerade nicht da. Er war mit mir zuhause - und ist dann auch noch gegangen!! Irgendwie wollte er mir wohl vorgaukeln, dass Schlafenszeit wäre, denn er hat mich in meinem Nacht-Schlafplatz-Flur eingesperrt. Netterweise hat er mir einen Kauknochen da gelassen, den ich auch gleich mal vernichtet habe.
So etwa eine halbe Stunde später - der Kauknochen war wohl gerade weg - kam sie dann endlich nach Hause. Und weil sie ja nicht wußte, was ich da gerade erfolgreich vernichtet habe, habe ich von ihr auch nochmal eine Kaustange als Belohnung fürs alleine bleiben bekommen. grinsen
Bevor ich die allerdings verspeist hatte, kam noch mein großer Auftritt. Sie klingelte gegenüber bei den Nachbarn, weil sie sich erkundigen wollte, ob ich Theater gemacht hätte. Pah! Als ob ich lauthals jammern würde! Weil ich zuvor friedlich auf meinem Kissen lag und die Kaustange bearbeitete, hatte sie nicht damit gerechnet, dass ich spontan mich an ihr vorbei und im Hochgeschwindigkeitsgang in die fremde Wohnung witschen könnte. Sie unterschätzt mich halt einfach immer wieder.
Dort im Flur begrüßte ich begeistert die anwesenden Bewohner. umarmen Und weil ich ja soooo glücklich war, dachte ich, ich lasse ihnen auch mal eine Pfütze da, die ich aufgeregt die ganze Wohnung auf einmal erkunden wollend, auch mal tröpfchenweise durch das halbe Wohnzimmer noch mit verteilt habe. Die Kaustange hatte ich dabei natürlich die ganze Zeit stolz im Maul - und habe mich dann, als 'sie' kam, um mich aus dieser schööööönen Wohnung zu entreißen, mit der Kaustange unter den Couchtisch verkrochen. Okay, letztlich hat sie die Machtprobe bestanden - aber nicht, ohne sich 50 Mal bei den Besitzern der Wohnung für mein wundervolles Auftreten entschuldigen zu müssen.

Ziemlich bald darauf bin ich mit Ihr zu einem Spaziergang aufgebrochen. Aber nicht einfach so, sie hatte ganz offenbar ein bestimmtes Ziel. Dort angekommen wartete eine Frau und ein großer Holzkasten auf uns, der seltsame und laute Töne von sich gab. Ich glaube, die Frau, die davor saß, war dafür verantwortlich, dass das Ding diese Töne von sich gegeben hat. Um das noch zu toppen, hat die dann auch noch angefangen zu singen. Und 'Sie' hat da dann auch noch mitgemacht. Da habe ich vielleicht blöd geschaut. Letztlich habe ich mich aber, als mir klar wurde, dass das länger dauern wird, in mein Schicksal gefügt, mich zu ihren Füßen hingelegt und versucht, meine Ohren mit purer Willenskraft zu verstopfen.

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