Nett war, dass die Menschen ihre Spiele immer wieder in meiner Nähe abhielten - ich hatte einen sehr zentralen Lagerplatz. Was mir zudem die Möglichkeit gab, jeden Menschen durch mitleiderregende Blicke und zeitweiliges Jammern, wenn Sie mich mal wieder schnöde vor dem Zelt angebunden zurück lies, in meinen Bann zu schlagen und Streicheleinheiten abzustauben. Ich kann ja nicht gut zählen. Aber mehrere Dutzend verschiedene Menschenhände waren das schon, die ich da mit meinem Fell vertraut machen konnte.

Am letzten Abend schlief ich friedlich zwischen den Bänken und dem Tisch vor Ihrem Zelt, als irgendso ein trampeliger Mensch es für einen guten Gehweg hielt, und auf mich drauf trat. Auf meinen kurzen, aber lautstarken Protest hin, kam Sie sehr schnell angelaufen und sorgte energisch dafür, dass sowas nicht wieder vor kam.
Interessant war, dass der Mensch sich am nächsten Tag bei Ihr darüber beklagte, dass ich im Dunkeln ja gar nicht zu sehen sei. Und dass ich, als er mich so unschuldig versehentlich getreten habe, mich vor ihm in eine bedrohliche Pose aufgebaut und die Zähne gefletscht hätte.

Sie brauchte fast eine Stunde, bis Sie endlich ein Bild vor Augen hatte, wie es sich zugetragen hat: Der Mensch hatte mich mit seinem Tritt geweckt. Einmal aufgewacht, streckte ich mich genüsslich, herzhaft gähnend.
Hach, was bin ich doch für eine gefährliche Killerbestie!

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