Montag, September 25, 2006

Omnipräsenz

Jetzt muss Sie einfach immer und überall an mich denken. Der Plan war so einfach wie genial. Ich habe meinen Haarausfall so sehr ausgedehnt, dass Sie meine Haare überall finden MUSS. So schaffen sie es bis in die Kaffee-Tasse, in die Zahnbürste und das Abendessen.

Die Wohnung und den tösenden Haarfresser habe ich ja schon lange besiegt. Ich dachte mir halt, so zum ersten Geburtstag könnte ich mich von meinem Babyfell verarbschieden. Das tue ich jetzt auch gleich Büschelweise. Echt beeindruckend, was ich da an Fellbomben fallen lassen kann. Besonders effektiv sind sie dadurch, dass sie so schrecklich feinhaarig und weich sind. Sie fliegen weit, bis in die hintersten Winkel, und wenn sie sich mal wo festgesetzt haben, dann aber richtig. Very Happy

Ich hörte, wie Sie heute darüber lamentierte, dass der helle Teppich wohl ruiniert sei. Lange hatte Sie sich mit dem Haarfresser erfolgreich dagegen gewehrt. Die letzten Tage hat Sie ihn sogar schon gar nicht mehr aus dem Wohnzimmer entfernt. Trotzdem, was so ein echter Meister ist, wie ich, ist nicht aufzuhalten in seinem Schaffen. Razz

Samstag, September 23, 2006

Entenjagd


Sie war mit mir mal wieder Baden. Schöööön! Besonders, weil es die letzten Tage wieder so warm wurde. Wir also unten am Fluß und ich spiele ein wenig mit dem Ball im Wasser. Sie hat dazu übrigends eine neue Stelle gefunden. Und als ich die so rundherum ein wenig begutachten wollte und mich durch das hohe Gras kämpfte, passierte es: Etwas stürmte aus dem Gras hervor. Dann ging alles blitzschnell. Ich rannte schnellstmöglich zu Ihr, das Etwas landete mit einem Platsch im Wasser. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass Sie sicher hinter mir stand - äh, nein in Sicherheit war natürlich - stellte ich mich mutig vor sie und knurrte den Angreifer an. Die Ente ergriff dann auch die Flucht .. oder naja, sie paddelte zumindest auf dem Wasser davon.

Samstag, September 09, 2006

Überraschungsei

Familientreffen! Oh, wie toll!

Gestern sind wir schon zu einer fremden Familie mit einer sehr netten aber etwas zickigen Hündin aufgebrochen und haben den Abend und die Nacht da verbracht. Toll fand ich da die vielen Kinder. Etwas peinlich war mein Versuch, die sehr, sehr steile Treppe in dem Haus nach oben zu kommen, um die Kleinste in ihr Zimmer zu verfolgen. Eine Stufe, noch eine, und noch zwei... dann stand ich da. Kam weder vor noch zurück. Oh, wie peinlich. Letztlich erlöste Sie mich aus diesem Dasein und pflückte mich von der Treppe. Embarassed

Heute früh sind wir dann alleine aufgebrochen und haben auf einem Hundeplatz fast meine ganze Familie getroffen. Puh, war das aufregend! Sooo viele Geschwister waren da.. und MAMA. Und... ich traute meiner Nase fast nicht: PAPA! Irgendwie waren Mama und Papa aber nicht gut drauf. Sie und die Futternapffüller meiner Eltern haben uns nicht so recht zusammen gelassen, was ich erst verstand, als Papa mich mal etwas zusammen gestaucht hatte.

Meine Geschwister schienen sehr nervös zu sein. Jeder hat mich irgendwann einmal angeknurrt oder weggebissen. Dabei wollte ich doch nichts anderes als spielen. Irgendwie war ich wohl der einzige, der wie immer sonnenscheinmäßig gut drauf war. Whistle Angel

Einzig, als Sie mich hinterm Haus mit den anderen an einen Baum angebunden hat und sich mit den Menschen entfernt hat, habe ich meinen Protest lautstark zum Besten gegeben. Mit Erfolg: Nicht lange, und Sie hatte sich doch besonnen, mich lieber vorne am Platz mit dabei zu haben, wo es viel aufregender war.

Nach unendlich vielen Stunden durfte ich dann auch auf den Platz drauf. Da waren zwei nette Frauen, die mich bewundern wollten. Und weil ich so gut gelaunt war, dachte ich, ich mache denen allseits eine lustige Überraschung: ich hatte einen Hoden herunter gelassen und in 'Normalstellung' gebracht. Naja, das hatte ich unbemerkt die letzten Tage schon vorbereitet. Aber Sie hat das ja nicht mitbekommen. Lustig war es jedenfalls anzuschauen, wie da so ein 'Huch, da ist ja einer' durch ihre Köpfe ging.
Irgendwie waren die beiden Frauen trotzdem unzufrieden, dass es nur einer war. Pah, denen kann man auch gar nichts Recht machen. Jedenfalls bewunderten sie mich ansonsten gebührend.

Zu den Fakten: Heute war ich 32 Kilo schwer und 64 cm hoch. Meine Brüder waren allesamt einiges größer als ich. So ist Bennet z.B. schon 70 cm groß! Ich lass mir Zeit - und denke mir 'Klein aber oho'.

Montag, September 04, 2006

Fremdsprachen

Ich bin ein cleverer Kerl! So langsam verstehe ich sogar Ihr albernes Rumgegrunze, mit dem Sie sich mit anderen Menschen verständigt. Je nachdem, wie sich diese Geräusche anhören, die Sie von sich gibt, freut Sie sich, wenn ich mich hinsetze, hinlege oder aufstehe. Bislang brauchten wir zur Verständigung ja noch viele Gesten. Ihr Handzeichen sind jedenfalls deutlich einfacher zu verstehen, als Ihre Laute. Naja, aber weil ich so klug bin, wird das alles so langsam viel einfacher.

Das Beste ist aber, dass ich was ganz lustiges herausgefunden habe. Wenn Sie ein bestimmtes Geräusch macht, freut Sie sich unglaublich darüber, wenn ich Sie mit einer Vorderpfote irgendwo gegen die Oberschenkel haue. Laughing